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FAKE REALITY

Vernissage am Dienstag 23. Mai 2017 um 19:00
Ausstellungsdauer 24.05. bis 28.05.2017


_Samuel Henne
_Timm Ulrichs
_Boris von Hopffgarten
_Toulu Hassani
_Robert Schaper
_Joanna Schulte
_Lotte Lindner und Till Steinbrenner


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Die Ausstellung nimmt den in der medialen Diskussion viel strapazierten Begriff der "fake news" in ironischer Form auf, eine Irreführung der RezipientInnen ist erwünscht.

Sei es durch die präsentierten subtilen Fotografien, bei denen man immer wieder über Irritationen stolpert, oft erst auf den zweiten Blick oder aus einem neuen Blickwinkel. Sei es durch die gezeigten Zeichnungen und Wandarbeiten, die Raumempfindungen in Frage stellen und den Betrachter zwingen, eingefahrenen Routinen und Sehgewohnheiten aufzubrechen, in Frage zu stellen und sich neu zu orientieren.

Diese neuen Perspektiven und Wahrnehmungen können laut dem deutschen Kunstwissenschaftler Michael Bockemühl (1943 - 2009) zu neuen Erkenntnissen und Problemlösungen führen und daraus folgend eine Chance für die Entwicklung einer Gesellschaft darstellen. Wahrnehmung erfolgt seiner Theorie nach über Begriffe und somit über das Wissen (wer weiß, wie eine Geige klingt, hört sie auch aus einem Ensemblestück heraus, wer weiß, wie Farben zusammengesetzt sind, sieht die Einzelkomponenten, usw.). Die Erweiterung der Begrifflichkeiten, also mithin eine kognitive Fähigkeit, führt zu einer Erweiterung der Wahrnehmung. Umgekehrt, so sagt Bockemühl: Wenn wir etwas nicht benennen (= einordnen in ein Wertesystem) können, macht es Angst. "Etwa zu sehen und nicht zugleich zu deuten, halten wir kaum aus“.

Sehgewohnheiten und Raumgrenzen aufzubrechen und zur Erweiterung der eigenen Möglichkeiten zu nützen, Formen oder Problemlösungen zu entwerfen, die uns aus komplexen Verstrickungen herausführen können also die Wahrnehmungsfähigkeit stärken. Und das scheint in der momentan herrschenden politischen Phase der Veränderungen, ein unschätzbarer Wert zu sein. Damit bekommt die Auseinandersetzung mit Kunst eine sehr politische Komponente.

copyright:k.m.pfeifer