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Oktober 2016

cornelia mittendorfer

Im Rahmen von
Eyes On – Monat der Fotografie Wien

Die beiden Künstlerinnen Karin Mack und Cornelia Mittendorfer haben sich mit dem Thema Flucht im weitesten Sinn beschäftigt, jede aus einer anderen Perspektive. Die Spannungen die dieses Thema in Europa hervorruft, ist täglich in den Nachrichten zu hören. Das Schicksal des individuellen Menschen bleibt dabei auf der Strecke. Doch gerade die Individuen sind es, die von den beiden Künstlerinnen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gerückt werden.

Karin Mack: Die alarmierenden Nachrichten von den unzähligen im Mittelmeer ertrunkenen Menschen, haben mich zutiefst erschüttert. Im besonderen jener Fall eines Schlepperschiffes in dessen Rumpf rund 400 Flüchtlinge eingesperrt worden waren. Als das Schiff sank, nachdem sich die Schlepper längst aus dem Staub gemacht hatten, waren die Eingeschlossenen dem sicheren Tod ausgeliefert.
In symbolhaften Bildern setze ich allen Ertrunkenen ein Denkmal, begleitet von großformatigen Seestücken, jene Sphäre in der sich ihr Schicksal vollzogen hat.

Cornelia Mittendorfer: Traumatische Ereignisse halte ich im Wesentlichen für undarstellbar. Sie lassen sich nicht auf abbildbare Wirklichkeitselemente reduzieren. Meine Intention ist, vor dem Rauschen öffentlicher Berichterstattung Persönlichkeiten zu zeigen, die mit der Hoffnung auf Leben, auf ein anderes Leben aufgebrochen sind. Mir ist es um Augenhöhe zu tun: ich fotografiere nur Menschen, die ich kenne, nur mit ihrem Einverständnis und an von ihnen gewählten Orten. Den Portraits stelle ich Bilder gegenüber, in denen ich potentielle neue Umgebungen für sie mit Schriftbildern überlagere. Die Überlagerungen greifen auf eine gemeinsam mit Bishoy Edward Zekry Ghaly gestalteten Installation zurück: um Deutsch zu lernen, schreibt Ghaly wieder und wieder in dichten Kolonnen Worte nieder, um sie über den Schreibvorgang besser erinnern zu können, ergänzt durch arabische Kommentare zur Grammatik. Die zu langen Bahnen verarbeiteten rhythmischen Schriftbilder, die konkrete Poesie anklingen lassen, schweben als Installation im Raum.

Bei diesen Überlagerungen konstruiere ich Bilder, um Spannungsfelder fühl- und sichtbar zu machen, in denen sich ankommende Menschen wiederfinden. Zum Bewältigen der eigenen Geschichte kommt der Anpassungsdruck sich an neuen Orten und in einer neuen Gesellschaft, in neuen Gewohnheiten und Speisen, vor allem aber auch in einer neuen Sprache zurecht zu finden. Ich will Orte des Imaginären eröffnen, die Meditationen über Hoffnung erlauben, über etwas, das sich der Zerstörung und dem Verlust widersetzt und aus dem Neues entstehen kann.



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