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"ephemeral"

Mit Arbeiten von Conny Habbel, Maria Hanl, Nika Kupyrova, Melanie Nief,
Karin M. Pfeifer, Arkadius Pluta, Eva Schlögl und Michael Strasser

Vernissage
am 15.11., 19 - 22 Uhr
flat1, Schikanedergasse 2, 1040 Wien
Ausstellungsdauer von 15.11. bis 15.12.
„ephemeral“ – Flüchtigkeit/Vergänglichkeit - ist das kuratierte Leitthema der Ausstellung im Offspace flat1. Ausgangspunkt der Überlegungen ist, daß das Bewußtsein über die Vergänglichkeit des Seins zu den grundlegenden menschlichen Merkmalen zählt.
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...to my yearning

Vernissage: Donnerstag, 11. Oktober 2011, 19h - 22h
bis 28. Oktober 2011, jeden Do, 18h - 21h
Ort: flat1, Schikanedergasse 2, 1040 Wien


Nicole Bogendorfer, Margit Greinöcker, Sonja Meller, Betty Wimmer Kuratiert von Daniela Wageneder-Stelzhammer

Meint eine unstillbare, fast melancholische, tiefe Sehnsucht und ist gleichzeitig der Aufruf diese in sorgloser Euphorie aufzusuchen. Die Sehnsucht ist durch die Person, die sie denkt, im Jetzt verankert, und beschreibt daher auch einen Ist-Zustand. Das Objekt der Sehnsucht ist jedoch immer zeitlich getrennt von der Gegenwart, und so schreibt etwa Kant über sie: „Der leere Wunsch, die Zeit zwischen dem Begehren und dem Erwerben des Begehrens vernichten zu können, ist Sehnsucht.“ Die Zeit ist die Korrelation, die beide, das Begehren und das Begehrte, miteinander in Verbindung setzt und trennt.
Die Sehnsucht gilt als die menschlichste Regung überhaupt, oder wie von vielen gedacht, als der Antrieb allen menschlichen Strebens. In dem Moment jedoch, in dem sie gestillt wird, ist sie keine mehr. Frei nach Clemens Bretano erlischt die Sehnsucht, wenn sie ins Leben schaut. Das verleiht ihr, unabhängig vom Objekt ihres Begehrens, einen melancholischen Grundton.
In ...to my yearning! zeigt sich dieses ambivalente Gefühl, das einen überfällt, wenn man sich dem Ersehnten nahe wähnt, und einen eine sonderbare Furcht kurz innehalten lässt und dem dennoch überwinden wollen der Distanz.
Mit ...to my yearning! bettet sich die Ausstellung in das Jahresthema des flat1 zwischen Identitäts-suche und Phantastischen Welten. Ein zentraler Punkt in der Wahrnehmung als Individuum ist die Fähigkeit unterschiedliche Zeiten zu imaginieren. Yearning – das sich sehnen, ist ein sehr beliebter Zustand!
Im Grunde handelt Kunst von Sehnsüchten, die sie zu stillen oder überhaupt erst bereit zu stellen versucht.
Schikanedergasse 2 1040 Wien
flat1@gmx.at oder Tel. 0699/12010203 (Pfeifer)
http:// www.flat1.at  
 
     
limelight

Vernissage: Donnerstag, 15. Sept. 2011, 19h - 22h
bis 6. Oktober 2011, jeden Do, 18h - 21h
Ort: flat1, Schikanedergasse 2, 1040 Wien


Lena Braun, Daniela Löbbert, Käthe Schönle, Herbert Christian Stöger,
Sula Zimmerberger, Dominik Zippe, Magdalena Zyszkowska

Was bestimmt den Menschen und seine Beziehungen zueinander? Prähistorische Gene, Erziehung, Umwelt? Das sind die zentralen Fragen, die der Kunst-Offspace flat1 in seinem Jahreprogramm 2011 sich und seinen Besuchern stellt. Ausstellungen zu archetypisch menschlichen Verhaltensmustern wie das „Sammeln“ (collection) oder das „Tarnen und Täuschen“ (deception) haben das Thema bisher konkretisiert. Bei der kommenden Ausstellung geht es um den theatralischen Begriff „production“, im Sinne von „sich produzieren - sich inszenieren“. Bei dem gegenwärtigen Trend zur Selbstinszenierung, scheitert die Ableitung des modernen Menschen aus seinen prähistorischen Wurzeln. Der Mechanismus, sich selbst als einen Erfüller einer beliebigen gesellschaftlichen Rolle darzustellen, ist erst durch den Wandel der Gesellschaft von einer reinen Überlebensgemeinschaft zu einer Lebensgemeinschaft erklärbar. Früher war der Mensch eins mit seiner definierten Stammesfunktion. Erst die moderne Gesellschaft bietet Raum und Gelegenheit für viele Rollenmodelle, die sich dem Sinn und Erfüllung suchenden Menschen im Wettbewerb untereinander aufdrängen. Damit einhergehend ist auch eine zunehmen Entfremdung der Menschen von sich selbst zu orten. Stimmt das gewählte oder aufgedrängte Rollenmuster mit den natürlichen Veranlagungen nicht überein, wird diese Inszenierung zum Kraftakt, zur Selbstvergewaltigung. Künstler lieben das Spiel mit der Inszenierung und der Entfremdung, mit dem Selbst- und Fremdbild. Sie demaskieren mit ihren Darstellungen und dem Brechen gesellschaftlicher Rollenerwartungen die Kluft zwischen dem, wie sich der Mensch produziert und dem, was er in seinem innersten Wesen wirklich ist.